Yin und Yang Lebensquelle

Yin“ bedeutete ursprünglich „die unbeleuchtete Seite eines Hügels“, „Yang“ stand für „die beleuchtete Seite eines Hügels“.

Die Wurzeln verlieren sich in vielen tausend Jahren in der Vergangenheit. Erste Erwähnungen gibt es im I Ging, dem Buch der Wandlungen, das ungenau auf ca. 700-1000 v. Chr. datiert wird.
Im Laufe der Zeit wurde „Yang“ mit Sonnenlicht und „Yin“ mit Schatten gleichgesetzt. Im späteres Verlauf wurde „Yang“ direkt mit Sonne selbst und „Yin“ mit Erde und Mond gleichgesetzt. In der TCM haben Yin und Yang eine besonders große Bedeutung. Sie werden nicht als Gegensatz angesehen sondern stellen eher einen fließenden Übergang dar.
Auf den Menschen übertragen bedeutet „Yin“ die Körperlichkeit und „Yang“ die Möglichkeit zur Funktionsentfaltung.

Beispiel: Sonnenstrahlen als Yang

Sonnenstrahlen kommen von der Sonne, sind warm und hell und stellen eine nicht anfassbare aber dennoch spürbare Energie da.
Pflanzen benötigen neben dieser Energie jedoch auch materielle Komponenten wie Wasser und Kohlendioxid.
Das Yang Sonnenstrahlen benötig also die Yin-Elemente, um wirksam zu werden.

Wasser als Yin

Wasser fließt nach unten und ist als Meer kühl und dunkel. Gefriert es, wird es zu Eis, also zu einem Kälter.
Ohne Sonnenlicht würde es nur Eis geben, Leben wäre unmöglich.

Sonne und Wasser müssen also in einem ausgeglichenen Verhältnis vorhanden sein, ebenso Yin und Yang.
Zentraler Punkt der TCM sind Harmonie und Ausgeglichenheit dieser beiden entgegengesetzten Kräfte.