Der Begriff Qi bedeutet übersetzt „Energie“, „Atem“ oder „Fludium“. Einige Religionen, besonders in Asien, nehmen auf diese „Metaphysische Energie“ Bezug.
Der daoistische Philospoh Zuhuangzi war der erste, der schrieb, der Kosmos bestehe aus Qi. So ist Qi ursprünglich ein daoistischer Begriff.
Die Kultur des altes China und des Daoismus hält an der Auffassung fest, dass das Qi alles durchdringt und begleitet, was existiert und geschieht. Qi ist jedoch weder als physisch noch als geistig zu verstehen sondern ist nach der daoistischen Lehre die Substanz, aus der das ganze Universum in physischer und geistiger Hinsicht besteht.
Qi stellt die einzige konstante Wirklichkeit dar.
Das Qi erwächst aus der Einheit und Verschmelzung von Yin und Yang, so dass bei einer perfekten Harmonie beider Kräfte auch der Qi-Fluss im Körper ausgeglichen ist.
So trägt z.B. das Qi der Sonne zum Wachstum in der Pflanzenwelt bei. In der modernen Wissenschaft würde der Begriff Qi wohl eher mit „Elektromagnetischer Kraft“ oder „Biologischen Prozessen“ gleichgesetzt werden. Aus Sicht der alten Chinesen sind wissenschaftliche Antworten darauf, was Qi ist, nicht nur irreführend sondern völlig überflüssig. Ihrer Ansicht nach wird Qi durch seine Wirkung ausreichend beschrieben.
Die westliche Literatur hat viele Bedeutungen für das Wort Qi festgelegt. So gibt es im Feng Shui z.B. das „schlechte Qi“, wenn es um die Beseitigung von schlechten Einflüssen (Krankheiten) geht.
Es ist also nicht möglich, das Wort Qi mit einem einzigen Begriff zu erklären.
Dem Qi des Menschen wurde seit jeher besondere Aufmerksamkeit und Interesse entgegen gebracht. Die traditionelle chinesische Medizin und das Qigong beschäftigen sich mit der Stärkung und Harmonisierung des Qi im menschlichen Körper.
Das Qi im Feng Shui beschäftigt sich mit der Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt. Die bewusste Wahrnehmung des Qi spielt auch in vielen östlichen Kampfkünsten eine besondere Rolle, z.B.
die weltbekannten Shaolin-Kampfkünste oder Aikiodo.
Generell wird das Qi als Lebensenergie oder Energie des Spirituellen angesehen. Frühe chinesische Traditionen gehen von einem Strom
des Qi aus, der auch den Körper durchströmt.
Daher war z.B. die Entdeckung von Bazillen keine große Überraschung, da dieses Phänomen schon seit über 2000 Jahren bekannt war und so leicht das Konzept des „Abwehr-Qi“ mit dem Konzept der Immunabwehr erweitert werden konnte.
Die TCM begründet die Annahme, dass der menschliche Körper im Inneren Funktionskreise oder auch sog. „Elemente“ aufweist, die mit einem Energiefluss kommunizieren, der an und leicht unter der Körperoberfläche verläuft, im Huángdi Mythos.
Nach daoistischer Meinung sind das Diener- und das Lenkergefäß die wichtigsten Bahnen.