Die Ohrakupunktur, auch als Auriculotherapie bekannt, wurde vom französischen Arzt Paul Nogier entwickelt.
In der „Deutschen Zeitschrift für Akupunktur“ berichtete er 1954 erstmals über seine Erfahrungen und stellte 1961 seine Diagnose- und Therapieform auf einem Akupunkturkongress in Deutschland vor.
Die TCM kennt zwar die Behandlung des Ohres, jedoch werden dort nur wenige Punkte, die auch eher selten, verwendet.
Huangdi Neijing (1. Jahrhundert v. Chr.) erwähnte in China rund 20 Akupunkturpunkte auf der Ohrmuschel.
Im alten Ägypten wurden einzelne Punkte der Ohrakupunktur genutzt und auch Hippokrates kannte einige Reaktionspunkte.
Die Ohrakupunktur zählt zu den Regulationsverfahren, die von einem sich selbst regulierenden Organismus ausgehen. Der Körper reguliert also all seine Funktionen selbst, kompensiert Störungen und fördert Heilungsprozesse.
Ob die Ohrakupunktur wirklich wirksam ist, ist nicht eindeutig geklärt. Es wird angenommen, dass Verschaltungen auf unterschiedlichen Ebenen des Zentralnervensystems, des Rückenmarks und des Stammhirns bestehen, auf die die Behandlungserfolge zurückzuführen sind.
Angeblich können durch die Ohrakupunktur alle akuten und chronischen Krankheiten ohne Nebenwirkungen gezielt behandelt werden.
Befürworter sehen folgende Möglichkeiten: