Die fünf Wandlungsphasen

Die fünf Wandlungsphasen sind die Kernpunkte der chinesischen Philosophie, auf diesem System  beruht das Prinzip der TCM. Selbst nach 4000 Jahren praktischer Anwendung ist die Theorie der fünf Wandlungsphasen immer noch die Grundlage der praktischen Medizin in aller Welt. Jedem Organ sind Meridiane zugeordnet, in denen die Energie unter der Haut fließt. Alle Meridiane zusammen bilden ein Netzwerk, dass alle Teile des Körpers einbezieht.

Das Wandlungsphasenmodell wird von der uralten
Yin-Yang-Lehre her abgeleitet und wurde im Laufe der Jahrzehnte immer weiter differenziert .
Die fünf Wandlungsphasen sind ein System zur Beschreibung von zyklischen Prozessen. Da das Alltagsleben fast ausschließlich von zyklischen Abläufen bestimmt wird, haben die Wandlungsphasen eine große Bedeutung. In der Medizin ist dieses Modell wichtig, da mit seiner Hilfe Lebens- und Krankheitsprozesse vorausgesagt werden können. Durch die einzelnen Phasen, die sich physiologisch gegenseitig kontrollieren, entseht Gesundheit.
Die Wandlungsphasen sind also zeitlich aufeinander folgende Phasen eines in sich geschlossenen Ablaufes.

Die fünf Wandlungsphasen sind:

  1. Holz: Bereitstellungsphase
  2. Feuer: Bewegungs- und Aktionsphase
  3. Erde: Ausgangspunkt und Ziel
  4. Metall: Umkehrphase, Rhythmus, Oberfläche
  5. Wasser: Regenerationsphase

Jeder Wandlungsphase sind zwei Funktionskreise zugeordnet. Ausnahme ist hierbei die Wandlungsphase Feuer, der vier Funktionskreise zugeordnet werden.
Ein Funktionskreis ist eine bestimmte Funktion im menschlichen Körper, so ist z.B. die Funktion der Ausscheidung dem Funktionskreis Dickdarm zugewiesen.

Die Funktionskreise werden in der westlichen Medizin mit Organen gleichgesetzt, was aber nicht richtig ist.
Der Dickdarm z.B. ist schulmedizinisch gesehen ein Organ, welches körperlich sichtbar ist.
Die Tatsache, dass ein Organ mehrere Funktionen erfüllt ist bekannt, spielt aber bei der Definition des Dickdarms der westlichen Medizin keine Rolle.

Der Funktionskreis Dickdarm hingegen übernimmt unter anderem die Funktion des Ausscheidens.
Das Ausscheiden erfolgt über den Enddarm, kann aber auch über die Haut durch das Ausschwitzen von Giftstoffen geschehen. Daher gehört die Haut und das Organ Dickdarm zum Funktionskreis Dickdarm.
Da die Haut auch für den Kontakt zu anderen Menschen das wichtigste Organ ist und die Funktion Kontakt in den Funktionskreis Lunge gehört, wird das Organ Haut sowohl dem Funktionskreis Lunge als auch dem Funktionskreis Dickdarm zugeordnet.

Insgesamt gibt es zwölf Funktionskreise, die mit einem Hauptmeridian verbunden sind. Sind die Kanäle der Lebensenergie blockiert, führt dies dazu, dass ein oder mehrere Funktionskreise nicht mehr ausreichend mit Lebensenergie versorgt werden.
Die Folge sind Krankheitssymptome, die durch die Beseitigung der Blockade oder Stärkung des jeweiligen Funktionskreises behoben werden.